Der Bundesverband evangelische Behindertenhilfe e.V. (BeB) schreibt zum fünften Mal den mitMenschPreis aus. Bewerbungsschluss ist der 31. März 2018.

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mittenimleben


Mitten im Leben

Die Förder- und Betreuungsgruppe befindet sich in einem ehemaligen Büro- und Produktionskomplex innerhalb eines Wohngebietes nahe dem Zentrum. Im Gebäude gibt es zusätzlich noch einen Gebrauchtmöbelmarkt, eine freie Kirchengemeinde, einen Kostüm- und Scherzartikelladen und einige kleine Wohneinheiten. Im April 2010 wird zusätzlich eine Fahrradwerkstatt in den Komplex einziehen.
Grundidee war zum Einen, Menschen, die im beschützenden Rahmen einer großen Einrichtung wohnen, einen „Arbeitsplatz“ bzw. eine Tagesstruktur mitten im Ort anzubieten, zum Anderen für ortsansässige Klienten einen Platz im nahen Umfeld zu bieten und das ganz unabhängig vom Grad der Behinderung.
So hat es sich in anderen Projekten als wichtigstes Merkmal erwiesen, das Hilfeangebot im eigenen Sozialraum der Klienten zu organisieren.
Das Projekt wurde von Beginn an unter dem Gedanken der Inklusion eröffnet und wird auch in Zukunft unter dem Motto „Mitten im Ort, mitten im Leben“ geleitet werden. Inklusion ist ein Prozess , dessen Ziel es ist, dass jeder Mensch als Individuum akzeptiert wird und die Möglichkeit hat am Gemeinwesen und in der Gesellschaft teilzuhaben. Dies bedeutet für den besagten Personenkreis, sich im Ort zu bewegen, durchs Wohngebiet zu spazieren, einzukaufen im nahen Supermarkt, mit den Nachbarn zu reden, “unter Menschen zu sein”, gemeinsame Aktion mit Vereinen und der Kirchengemeinde. Für die Bevölkerung soll es zur Normalität werden, die Vielfältigkeit der Menschen zu erleben. In der Gedankenwelt des Bürgers soll es nicht mehr um die Klassifizierung “Menschen mit Behinderung /Menschen ohne Behinderung” gehen,
sondern nur noch um Menschen.
Bewusst startet das Projekt niederschwellig. Erst einmal geht es darum, uns in der Gemeinde zu zeigen um uns somit ins Stadtbild einzufügen. Dies bietet dann Grundlage für gemeinsame Aktivitäten mit Bürgern aus dem Ort. Wir möchten mit Schulklassen Theaterprojekte starten und mit den Sportvereinen gemeinsame Aktivitäten, die ebenfalls auf Dauer angelegt sein sollen, initiieren.

Kontakt:
BruderhausDiakonie
Markus Rank/ Sandra Hamel
markus.rank@bruderhausdiakonie.de