Die vierte mitMenschPreis-Verleihung fand am 11. Oktober 2016 in Berlin statt. Sieger ist das Projekt „Ehrenamt rückwärts“.

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Kursangebot: Selbständiges Leben für junge Erwachsene mit Beeinträchtigung

Grundidee des Kurses ist es, junge Erwachsene mit geistiger Behinderung, die noch zu Hause in ihren Familien leben, auf ihrem Weg in ein möglichst selbstständiges Leben zu unterstützen. Nachdem Eltern von Jugendlichen mit Behinderung den Wunsch nach einem ambulanten Angebot an die AD Bergstraße der Stiftung Nieder-Ramstädter Diakonie (NRD) herangetragen hatten, wurde ein zehnteiliger Kurs für junge Erwachsene zwischen 18 und 30 Jahren konzipiert.

Der zeitliche Rahmen: Zehn monatliche Treffen von jeweils vier Stunden.

Die Inhalte: Einkaufen, Kochen, (besondere Ernährungsweisen wie glutenfrei, laktosefrei, vegetarisch, vegan) Wäschepflege, Wohnungsreinigung, Nutzung von ÖPNV und Internet, Zukunftsplanung, Sexualität, Umgang mit Alkohol, Besprechung von zwischenmenschlichen Schwierigkeiten, politische Bildung sowie eine sechstägige Bildungsreise.

Eins der wichtigsten Ziele des Kursangebotes ist es, Menschen mit einer geistigen Behinderung das Recht auf Bildung gemäß Artikel 24 des Übereinkommens über die Rechte von Menschen mit Behinderung langfristig anzubieten. Die Mitarbeiterin Marion Gengenbach setzt sich sehr aktiv dafür ein, das Bewusstsein hierfür in der Öffentlichkeit und im NRD-KollegInnenkreis zu schärfen. Teil des Konzeptes ist es von Anfang an, dass studentische Hilfskräfte mitarbeiten, die nicht nur bei der Durchführung der Kurse und Exkursionen, sondern auch bei der Planung mitwirken. So sollen stetig  „junge Sichtweisen“ in die Arbeit einfließen, außerdem wird dadurch das gegenseitige Kennenlernen zwischen Gleichaltrigen mit und ohne Behinderung gefördert.

Als Ziele der Arbeit wurden ins Auge gefasst:

  • Junge Erwachsene mit Behinderung zu ermutigen, altersgerechte Schritte zu tun: zu Hause ausziehen, selbstständiger werden, neue Freundschaften schließen, unabhängiger von den Eltern werden, eigene Ziele formulieren und zu lernen, diese auch zu verfolgen.
  • Eltern von Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Behinderung zu zeigen, dass sie es wagen dürfen, ihr Kind loszulassen und ihm ein Leben mit mehr Selbstbestimmung zuzutrauen.
  • Inklusion durch Teilnahme am regionalen (Veranstaltungen in der Region) und überregionalen  (Besuch z.B. im Bundestag, Bundesrat, Europaparlament) Leben in der „normalen“ Bevölkerung.

Kontakt:

Stiftung Nieder-Ramstädter Diakonie
Simone Liesenberg
Simone.Liesenberg@nrd.de

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