Die vierte mitMenschPreis-Verleihung fand am 11. Oktober 2016 in Berlin statt. Sieger ist das Projekt „Ehrenamt rückwärts“.

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Kaufhaus Ran&gut!

Rangut-Verkaufshalle

Rangut-Kleiderkammer

Das Kaufhaus Ran&gut! ist ein Beschäftigungsprojekt für Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf. Menschen mit Behinderung, freiwillige BürgerInnen und Assistenzkräfte des Rauhen Hauses nehmen Sachspenden in Form von Möbeln, Haushaltsartikeln, Kleidung und u.v.m. entgegen, stellen sie in einer Lagerhalle und einer Kleiderkammer an 3 Tagen pro Woche aus und führen den Verkauf an Menschen ohne oder mit geringem Einkommen durch.

Als Alternative zu den WfbM und Tagesförderstätten betreibt Das Rauhe Haus die Individuelle Arbeitsbegleitung (IAB) und die Individuelle Tagesförderung, um Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf Teilhabe am öffentlichen Arbeitsleben zu ermöglichen. Hierfür organisieren wir unterschiedliche Arbeitsprojekte in unmittelbarer Nähe des regulären Arbeitsmarktes, u.a. Auftragsarbeiten wie Reinigung von Räumen und Fenstern, Garten- und Pferdepflege, Bürotätigkeiten, aber auch ein Theater (Klabauter) und seit dem 19.07.2012 das Kaufhaus Ran&gut!

Als die Arge aufgrund von bundesweiten Einsparungen ein Sozialkaufhaus schloss, war die Empörung in den umliegenden Gemeinden und insbesondere in der Stadt Kaltenkirchen groß. In dieser Situation wurden wir gefragt, ob wir nicht dieses Kaufhaus betreiben könnten.

Heute arbeiten hier täglich zwölf erwachsene Beschäftigte mit Beeinträchtigung und an wechselnden Tagen weitere ca. sechs Beschäftigte mit hohem Unterstützungsbedarf aus unserer individuellen Tagesförderung, auf die Woche verteilt ca. zwölf freiwillige engagierte Bürger_innen und fünf Mitarbeiter_innen mit zum Teil pädadgogischer Ausbildung.

Das Kaufhaus wird bis heute, also seit 1 1/2 Jahren sehr gut angenommen.

  • Viele Spendenangebote erreichen uns täglich. Kleider in einem sehr guten Zustand, schönste Möbel, dringend benötigte Haushalts-, insbesondere Waschmaschinen, kleine zweckvolle Tische, Schränke, Stühle, begehrter Wohnungsschmuck, aber auch sperrige Sofagarnituren werden abgegeben.
  • Die Kunden kommen aus den umliegenden Gemeinden und Städten. Wir sind ein Kaufhaus für Jedermann und verlangen keinen Bedürftigkeitsschein.
  • Die Freiwilligen arbeiten gerne im Kaufhaus und haben ein fast freundschaftliches Verhältnis zu ihren Kolleg_innen mit und ohne Beeinträchtigung. Es kommen immer wieder neue Freiwillige hinzu.
  • Langsam mehren sich auch die Anfragen von Menschen mit Beeinträchtigung, hier arbeiten zu dürfen.

Die Beschäftigten arbeiten in der Verkaufshalle und beim Transport der Möbel und in der Kleiderkammer beim Verkauf oder Sortieren und Zusammenlegen der Kleidung. Seit kurzer Zeit werden auch Menschen mit Behinderung erfolgreich an der Preisgestaltung und am Kassieren beteiligt.

Alle Beschäftigten erhalten einen „Werkstattlohn“ bis zu 250 Euro im Monat.

Kontakt:

Das Rauhe Haus
Detlef Boie
dboie@rauheshaus.de

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