Die vierte mitMenschPreis-Verleihung fand am 11. Oktober 2016 in Berlin statt. Sieger ist das Projekt „Ehrenamt rückwärts“.

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Inklusive Erwachsenenbildung in Dresden

Bildung und Wissen sind die Voraussetzungen für ein selbstbestimmtes Leben!

In § 24 der UN-Behindertenrechtskonvention ist deutlich verankert, dass „die Vertragsstaaten ein inklusives Bildungssystem auf allen Ebenen und lebenslanges Lernen (…)“ ermöglichen müssen. Demnach soll Bildung allen Menschen frei zur Verfügung stehen. Dieser Gedanke findet sich auch im Leitbild der Volkshochschule Dresden verschriftlicht. Dort heißt es: „… die Veranstaltungen der Volkshochschule (sind) so konzipiert, dass sie im Sinne inklusiver Erwachsenenbildung möglichst niemanden ausschließen und damit prinzipiell für Jede und Jeden (…) offen stehen.“ Häufig sind jedoch gerade Menschen mit Behinderung von der Teilhabe an Bildungsangeboten ausgeschlossen, da die Barrierefreiheit nicht gewährleistet werden kann. Das trifft im besonderen Maß auf Menschen mit Lernschwierigkeiten zu, da diesen weniger durch bauliche, sondern viel mehr durch inhaltliche Barrieren der Zugang zu unserem Angebot erschwert wird. Das Projekt der Volkshochschule „Inklusive Erwachsenenbildung in Dresden“ schafft daher die Rahmenbedingungen, um auch Menschen mit Behinderung, insbesondere mit Lernschwierigkeiten, den Zugang zum Lebenslangen Lernen zu ermöglichen.

Durch ein barrierefreies Kursangebot und eine entsprechende Öffentlichkeitsarbeit in Leichter Sprache werden Menschen mit Lernschwierigkeiten verstärkt angesprochen, Kursangebote wahrzunehmen. Das Veranstaltungsangebot orientiert sich dabei an den Interessen der Zielgruppe und passt sich zugleich deren Bedürfnissen (z. B. im Lerntempo oder Inhalt) an. Wo es möglich ist, sollen in Zukunft verstärkt Menschen mit Lernschwierigkeiten – wenn nötig mit einer Assistenz – in das reguläre Kursgeschehen integriert werden, um Begegnungen zu ermöglichen und ein gemeinsames Lernen zu fördern.

Außerdem haben wir begonnen, durch Fort- und Weiterbildung unserer eigenen Mitarbeiter, aber auch von Bundesfreiwilligendienstleistenden, Ehrenamtlichen und Interessierten für ein Miteinander aller Menschen zu sensibilisieren, um so Barrieren (weiter) abzubauen.

Kontakt:

Volkshochschule Dresden e.V.#
Anika Gränz
anika.graenz@vhs-dresden.de

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