Die vierte mitMenschPreis-Verleihung fand am 11. Oktober 2016 in Berlin statt. Sieger ist das Projekt „Ehrenamt rückwärts“.

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„Kulturbüro“ – Kulturprojekt von Menschen mit und ohne Behinderungen

Im Bereich der Kunst werden Grenzen fließend und können leicht überwunden werden.
Als integratives/inklusives Element fördert das Kulturprojekt die Teilhabe von Menschen mit Behinderung an Kultur und Bildung und trägt dazu bei, ihre Rolle als Mitglieder des Gemeinwesens zu stärken und zu erweitern. Auf keinem Gebiet spielen physische, psychische und intellektuelle Beeinträchtigungen eine geringere Rolle als im künstlerischen Schaffen.
Die Kunst von Menschen mit Behinderung wird erst dann „sichtbar“, wenn sie in die Öffentlichkeit gelangt. Wenn Kunst in die Öffentlichkeit gelangen soll, wird sie zu einem Produkt mit einem Namen und einem bestimmten Preis.
Um dies zu verstehen und zu lernen und um entscheiden zu können, ob ich als Mensch mit Behinderung bereit bin, aus meiner Kunst ein Produkt zu machen, nehmen die Mitglieder der Gruppe am Kulturprojekt teil, von der ersten Idee zur Entstehung eines Theaterstücks und anderer Kulturevents bis hin zu seiner Vermarktung. Es wird erarbeitet, wie man mit einem kreativen Produkt an die Öffentlichkeit geht, zum Beispiel wie man Presse und Medien nutzt. In einem ersten Schritt haben die Mitglieder der Gruppe das selbstinszenierte Theaterstück „Die Schöpfung“ zur Aufführung gebracht.
Augenzwinkernd und eigenwillig gehen die Darsteller mit geistiger Behinderung mit dem biblischen Thema um. Sie berühren die Zuschauer auf besondere Weise und bleiben auch über die Aufführung hinaus im Gespräch. Demnächst folgen eine weitere Aufführung und eine Tournee, die u.a. zum ökumenischen Kirchentag nach München führt.
Die Darsteller haben schon erlebt, dass sie die Zuschauer in ihren Bann ziehen können, nun werden sie in einem zweiten Schritt erleben, was passiert, wenn ihre Kunst größere Kreise zieht. Funktioniert das woanders genauso? Wie reagieren andere Zuschauer als die aus unmittelbarer Umgebung? Kann man seine Kunst überall anbieten?
Diese Erfahrungen fließen schließlich in den dritten Entwicklungsschritt ein:
Wenn meine Kunst gut ankommt und an verschiedenen Stellen, von verschiedenen Menschen angenommen wird, wie organisiere ich sie, wie kann ich bestimmen, was mit ihr passiert? : die Gründung des Kulturbüros.

Kontakt:
CBT-Wohnhäuser Villa Gauhe
Frau Margarete Tepper
kulturbuero@cbt-gmbh.de