Der Bundesverband evangelische Behindertenhilfe e.V. (BeB) schreibt zum fünften Mal den mitMenschPreis aus. Bewerbungsschluss ist der 31. März 2018.

mehr erfahren
Schriftgröße:
alt= alt= alt=

“An die Arbeit…”

"An die Arbeit…"

"An die Arbeit…"

Tagesförderstätten sind und bleiben wichtige und unverzichtbare Einrichtungen, sie müssen sich aber auf den Weg in die Arbeitswelt machen, um ihrem Auftrag unter den sich wandelnden fachlichen und (menschen-)rechtlichen Voraussetzungen gerecht zu werden.

Der Arbeit kommen Funktionen wie Sinnerfüllung, Identitätsbildung, Kooperation, Selbstständigkeit, Verantwortung, Bildung von Sozialstrukturen, Strukturierung der Zeit und Gewährleistung von Sozialkontakten zu.

Es fällt uns schwer, bei dem Personenkreis, der die Tagesförderstätte besucht, an Arbeit zu denken.
Es geht ja auch nicht um die Verordnung von Arbeit, wohl aber um das Recht jeder behinderten Person, ungehindert an der Arbeitswelt teilhaben zu können. Es besteht auch, wenn man nicht in der Lage ist, ein „Mindestmaß wirtschaftlich verwertbarer Arbeit“ zu leisten. Teilhabe heißt ja nicht alles können was die anderen können, sondern am Leben teilnehmen.

Die Angebote der Tagesförderstätten können sich dem annähern, was Arbeit in unserer Kultur bedeutet und dabei unterstützen, möglichst viel davon zu realisieren. Das kann Materialerfahrung sein, aber auch das gemeinsame Tun oder die Erfahrung sozialer Anerkennung.

Die Tagesförderstätte des ASB besteht seit 1989. Im konzeptionellen Mittelpunkt unserer Einrichtung stand von Beginn an das Selbstverständnis als Arbeitsplatz für unsere Beschäftigten.
Wir bieten verschiedenste Tätigkeitsmöglichkeiten in kleinen Arbeitsgruppen und Werkstätten und versuchen, für jeden

Beschäftigten unserer Einrichtung ein passendes Arbeitsangebot in einer unserer Arbeitsgruppen zu finden. Darin haben wir über 25 Jahre Erfahrung und es gelingt uns nach wie vor gut.

Aber eigentlich ist das ja noch nicht die wirkliche Teilhabe am Arbeitsleben. Wir inszenieren Arbeit und versuchen, diese Inszenierung so zu gestalten, dass die Beschäftigten tätig werden können. Warum gehen wir nicht in die reale Arbeitswelt unseres Sozialraums und versuchen dort am Arbeitsleben teilzuhaben? Natürlich nicht alle auf einmal, vielleicht auch gar nicht alle, aber wir fangen an.

Seit über einem Jahr schon arbeiten wir mehrmals in der Woche in der einer Gärtnerei mit, wir verteilen den Gemeindebrief der Kirchengemeinde in unserer Umgebung. Beim Zahnarzt holen wir Altpapier ab und in einer Firma schneiden wir Kabel zu.
Diese Angebote bauen wir weiter aus. Das wird weiterhin personzentriert geschehen, auch werden wir das Angebot innerhalb unserer Räume nicht vernachlässigen.

Kontakt:

Arbeiter-Samariter-Bund Gesellschaft für soziale Hilfen, Tagesförderstätte
Heinz Becker
h.becker@asb-bremen.de

zurück Button